Körpersprache
Präsenz - Selbstausdruck - Souveränität
"Der Körper lügt nie!" Dieses Sprichwort kennen Sie bestimmt.
Ja und tatsächlich drückt sich über unseren Körper unsere innere Haltung aus. Im besten Fall stimmt das, was wir sagen mit dem, wie wir es sagen überein. Dann sind wir authentisch. Haben Sie schon mal folgenden Satz gehört: "Ich sehe dir doch an, dass es dir nicht gut geht!" Dann wissen Sie bereits, dass der Körper seine eigene Ausdruckskraft besitzt.
Die Verbindung von Innen und Außen: Psychosomatik
Emotionen wie Freude, Angst oder Wut können körperlich unmissverständlich ausgedrückt werden. Entweder spürt man, wie es dem Gegenüber geht oder wir sehen es schlichtweg seiner Haltung, seiner Gestik und Mimik an: Er/sie trägt den Schmerz der Welt auf den Schultern. / Ich mache mir einen Kopf. / Ich habe Schmetterlinge im Bauch. / Mein Herz rast. / Mir ist schlecht vor Angst. / Ich habe den Boden unter den Füßen verloren. / Ich fühle mich heute so leicht... usw.
Das körperliche Verhalten ist uns angeboren und Ausdruck unserer inneren Vorgänge. Unsere Motorik wird durch das senso-motorische Nervensystem gesteuert. Die Impulse hierfür kommen aus dem zentralen Nervensystem. Und unser ZNS ist die Schaltstelle für alle mentalen, emotionalen und physiologischen Impulse. Vereinfacht gesagt: Am ZNS geht kein Gedanke, keine Einstellung vorbei. Und aus diesem Grund sind Sie zum Beispiel in der Lage zu erkennen, wann jemand lügt und etwas zu verbergen hat.
Körperbewusstsein durch Wahrnehmung
In der westlichen Welt herrscht teilweise ein recht große Verwirrung und Unsicherheit in Bezug auf den Körper. Krankheitssymptome werden als "Fehler im System" betrachtet. So hat sich weitläufig die Vorstellung durchgesetzt, dass es gegen alles eine Tablette, ein Pülverchen, eine Medizin gibt. Die Signale des Körpers werden oftmals übersehen. Die Kommunikation zwischen Körper und Wahrnehmung ist in diesem Fall schlichtweg gestört.
Die Signale des Körpers verstehen
Wenn Sie lernen möchten, verantwortungsbewusst mit ihrem Körper umzugehen, seine Signale zu deuten und zu verstehen, dann können Sie durch gezielte Wahrnehmungsübungen Berge versetzen. Dazu benötigen Sie Achtsamkeit, Neugier und Disziplin. Und selbst das lässt sich lernen. Sie lernen einerseits innere Haltung und äußere Erscheinung miteinander in Verbindung zu bringen und Ihre Körperhaltung darauf hin zu überprüfen. Andererseits lernen Sie Ihre automatisierten Verhaltens- und Bewegungsmuster kennen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, neue zu erlernen und eine balancierte Körperhaltung einzunehmen, aus der Sie stets flexibel und durchlässig agieren können.
Verfeinern Sie Ihr Gespür. Entfalten Sie Ihre Ausdruckskraft.